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Elektrolytische Rückgewinnung von Buntmetallen

Gemäß §§ 4 und 5 Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz sind die Erzeuger und Besitzer von Abfällen verpflichtet, nicht vermeidbare Abfälle vorrangig zu verwerten. Bei Anfall von buntmetallhaltigen Lösungen (wie z.B. in der Oberflächentechnik) kann diesem Gebot im Sinne einer hochrangigen Verwertung am besten dadurch entsprochen werden, daß buntmetallhaltige Konzentrate und Halbkonzentrate elektrolytisch aufgearbeitet werden, wodurch ein Recycling der Metalle in marktfähiger Form möglich wird. 

Bild: Elektrolytische Rückgewinnung von Buntmetallen, UWE Sondermüll & Recycling GmbHIn der chemisch/physikalischen Behandlungsanlage der UWE Sondermüll & Recycling GmbH sind derzeit fünf Elektrolysezellen zur Metallrückgewinnung integriert. Zwei Zellen dienen zur Abscheidung von Silber, Kupfer, Zink oder Messing aus cyanidhaltigen Elektrolyten (vorzugsweise aus der Galvanotechnik), wobei gleichzeitig an der Anode die Zerstörung des sehr toxischen Cyanids erfolgt. Damit können mit dieser sehr umweltfreundliche Methode cyanidhaltige Konzentrate ohne Chemikalieneinsatz wirksam abgereichert werden.

Die zwei anderen Zellen werden zur Rückgewinnung von Kupfer, Nickel und anderen Buntmetallen aus schwefelsauren Lösungen genutzt. Dabei können im Regelfall die Buntmetalle so weit abgereichert werden, daß die Schwefelsäure anschließend wieder im Ausgangsprozeß (z.B. als Beize) eingesetzt werden kann.
Eine fünfte Elektrolysezelle mit geteilten Elektrodenräumen (Membranelektrolyse) dient zur Rückgewinnung von Nickel und Kupfer aus salzsauren Lösungen.

Die elektrolytische Metallrückgewinnung ist unter R 4 im Anhang II B (Verwertungsverfahren) zum KrW-/AbfG aufgeführt.

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